Mediation ist eine außergerichtliche Form der Konfliktbeilegung. Sie steht gleichwertig neben den traditionellen Konfliktbearbeitungsverfahren der gerichtlichen Auseinandersetzung und der Schlichtung und weist gegenüber diesen gleich eine Vielzahl an Vorteilen auf. Das Mediationsverfahren hat einen weit zurückliegenden historischen Hintergrund. Ihre heutige prominente Bedeutung im Bereich der Konfliktbearbeitungsverfahren erlangte die Mediation in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA. Auch in Deutschland und Europa sammeln immer mehr Unternehmen positive Erfahrungen mit alternativen Methoden der Konfliktbeilegung. Gerade bei Konflikten in der Wirtschaft hat sich die Mediation als eine effiziente Alternative zu Gerichtsprozessen bewährt.

Herr Rechtsanwalt Dr. Christoph Mogg absolvierte nach seiner anwaltlichen Ausbildung eine zusätzliche dreisemestrige Weiterbildung an der Akademie der Universität Ulm zum Wirtschaftsmediator. Er verfügt über eine ausgewiesene Mediationskompetenz. Als Anwaltsmediatoren, die sowohl als Juristen als auch als Mediatoren gleichermaßen Chancen und Risiken von einvernehmlichen und streitigen Szenarien kennen, sehen wir es gleichermaßen als unsere Stärke wie als unsere stetige Herausforderung an, auch bei rechtlich komplexen Sachverhaltskonstellationen Hilfestellung zu bieten.

Begriffsdefinition Mediation

Mediation ist ein freiwilliger, vom Gericht unabhängiges Verfahren, in dem die Beteiligten übereinkommen, unter dem Beistand eines neutralen und unparteiischen Vermittlers – dem Mediator – ihre gegensätzlichen Standpunkte auszutauschen, ihre Konfliktpunkte offen zu legen und mit dem Ziel zu strukturieren, im gemeinsamen Gespräch Alternativen und Optionen zu erarbeiten und schließlich zu einem einvernehmlichen, eigenverantwortlichen Ergebnis zu kommen.

Die selbsterarbeitete Lösung basiert dabei stets auf den Interessen und der Zustimmung der Konfliktparteien. Anders als die gerichtliche Konfliktlösung, in der es immer Sieger und Verlierer gibt, hat die Mediation das Erreichen einer sog. Win-Win-Situation zum Ziel. Grundgedanke der Mediation ist es insoweit, dass alle Konfliktparteien die Verhandlung als Sieger verlassen.

In der Mediation unterstützt der Mediator die Parteien in ihren Verhandlungen. Die Parteien führen diese eigenverantwortlich und freiwillig. Der Mediator hat kein Entscheidungsrecht. Seine Autorität beschränkt sich auf das Recht zur Verhandlungsleitung und stützt sich auf das Vertrauen, das ihm die Beteiligten entgegenbringen.

Im Spektrum der Konfliktbeilegungsmethoden bietet die Mediation daher – zwischen direkten Verhandlungen einerseits und der Delegation der Entscheidung an Richter, Schiedsrichter, Schiedsgutachter, Beschwerdestellen, Schlichter oder Vorgesetzte andererseits – ein Forum, das es den Parteien erlaubt, mit der Unterstützung durch einen Dritten zu einer selbstbestimmten und rechtsverbindlichen Einigung zu finden.

Anwendungsbereiche der Wirtschaftsmediation

Mediation ist grundsätzlich bei jedem Konflikt anwendbar, der im Wirtschaftsleben und der Arbeitswelt auftritt. Im Bereich der Wirtschaftsmediation wird zwischen der innerbetrieblichen und der außerbetrieblichen Wirtschaftsmediation differenziert. Während bei der innerbetrieblichen Wirtschaftsmediation beispielsweise Konflikte zwischen Arbeitnehmern, Abteilungen, Teams oder innerhalb eines Projektes mediiert werden, befasst sich die außerbetriebliche Mediation mit Konflikten zwischen verschiedenen Unternehmen. Anwendungsbereiche sind beispielsweise:

  • in Langzeitverträgen und Dauerschuldverhältnissen auftretende Konflikte jeder Art
  • Zusammentreffen von unternehmerischen, wirtschaftlichen und persönlichen Aspekten (Unternehmensnachfolge, Existenzgründungen, Gesellschafterkonflikte, Erbauseinandersetzungen u.a.)
  • Betriebsinterne Konflikte jeder Art (Streitigkeiten zwischen verschiedenen Abteilungen; Konfliktfelder und Spannungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer; Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung; Konflikte am Arbeitsplatz durch Mobbing u.a.)
  • Konflikte mit Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern (Gewährleistungsstreitigkeiten, fehlerhafte Transaktionen, Imageschädigung; sonstige Vertragspflichtverletzungen)
  • Streitigkeiten zwischen Unternehmen, die einer nachhaltigen Klärung bedürfen (beispielsweise im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes, des Urheberrechtsschutzes oder aber auch gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungsprozessen)
  • Auseinandersetzungen im Bereich des Projektmanagements (Konflikte in Projektteams, Kommunikationsprobleme u.a.)
Vorteile der Mediation

Die Mediation weist im Vergleich zu den traditionellen Methoden der Konfliktbeilegung viele Vorteile auf:

  • Kontrolle über den Prozess und das Ergebnis
    Die Parteien behalten die Kontrolle über den Verhandlungsprozess ebenso wie die Freiheit, das Verhandlungsergebnis nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Bei der Wirtschaftsmediation stehen nicht Gesetze und Normen, sondern die eigenen wirtschaftlichen und unternehmerischen Interessen der Konfliktparteien im Vordergrund. Durch ein Mediationsverfahren werden Gerichts- und Schiedsverfahren mit ungewissem Ausgang vermieden. Die Konfliktparteien haben insoweit mehr Ergebnissicherheit. Nicht zuletzt wirtschaftlich untragbare Lösungen werden hierdurch verhindert.
  • Zeitersparnis und Flexibilität
    Das Mediationsverfahren lässt sich vom ersten Kontakt zwischen dem Mediator und den Beteiligten bis zum eventuellen Abschluss einer Vergleichsvereinbarung schnell durchführen. Meistens genügen dafür wenige Wochen, ausnahmsweise wenige Monate. Insofern gewinnen die Konfliktparteien zeitliche Planungssicherheit. Das Mediationsverfahren ist unbürokratisch und strukturiert.
  • Kostenersparnis
    Die Mediation ist im Allgemeinen kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren. Nicht zuletzt durch den geringeren zeitlichen Aufwand bedingt, fallen auch die Kosten regelmäßig deutlich niedriger aus als in langwierigen direkten Verhandlungen oder streitigen Verfahren.
  • Vertraulichkeit
    Das Mediationsverfahren klärt Konflikte in nicht öffentlicher Atmosphäre. Auf diese Weise werden Imageschäden und die öffentliche Preisgabe von wichtigen Informationen vermieden.
  • Wiederherstellung und Verbesserung der Geschäftsbeziehung
    Anders als bei den klassischen Konfliktbereinigungsformen werden bei der Mediation persönliche oder geschäftliche Kontakte und Beziehungen nicht belastet. Vielmehr bleiben diese erhalten und werden nicht selten verbessert. Mediation führt aufgrund ihrer Zukunftsorientierung zu fairen, interessengerechten und kreativen Lösungen und damit zur Wiederherstellung und Erhaltung einer gemeinsamen Basis für eine produktive Zukunft.
  • Hohe Einigungsquote und höhere Tragfähigkeit
    Laut empirischen Untersuchungen sind die Beteiligten mit dem Mediationsprozess und dessen Ergebnissen überdurchschnittlich zufrieden. Die Einigungsquote liegt regelmäßig bei rd. 80 Prozent. Die Erfahrung wie auch empirische Untersuchungen zeigen des Weiteren, dass die in einem Mediationsverfahren erarbeiteten Lösungen eine nachhaltigere und dauerhaft größere Akzeptanz finden als fremdbestimmte Lösungen.

Gerne bringen wir Ihnen die Einzelheiten des Mediationsverfahrens und dessen Grundprinzipien im Rahmen eines ersten Beratungsgesprächs näher. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Sie werden von unserem Mehrwert profitieren.

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